Amerikanische Produktoffensive in Europa – mit den falschen Autos?

Zuhause verlieren sie gewaltig Boden an Toyota und Hyundai, in Europa versuchen sie ihn wieder gutzumachen: Amerikanische Marken wie Dodge, Chevrolet, cadillac und Ford bringen, laut eines Reuters-Artikels, dieses Jahr eine ganze Reihe neuer Fahrzeuge auf den europäischen Markt, allen voran DaimlerChrysler mit dem Caliber und dem Nitro der rein amerikanischen Marke Dodge. Aber warum sie nicht mit dem Charger kommen, verstehe wer will. Nach eigenen Angaben wollen sie Männer im Durchschnittsalter von 39 Jahren als Kunden gewinnen, da wäre der Charger genau das richtige Auto! General Motors wird die europäische Modellpalette seiner Marke Chevrolet, die hauptsächlich aus ehemaligen Daewoo-Fahrzeugen besteht und daher nur wenig mit der amerikanischen Modellpalette gemeinsam hat, um den Epica und den Captiva erweitern. Meiner Meinung nach würden sie jedoch mit dem so richtig amerikanisch aussehenden HHR (Foto) viel mehr Interesse auf sich ziehen. Cadillac, ebenfalls eine Marke von General Motors, wird den Escalade nach Europa bringen. Wie ich schon vor ein paar Wochen geschrieben habe, halte ich das für eine Schnappsidee. Wer wird denn dieses Ungetüm kaufen, ein paar Möchtegern-Rapper einmal ausgenommen? Ford plant sein Angebot mit dem S-Max und einem auf dem Focus basierenden Coupe zu erweitern. Nun ja, der S-Max ist sicher eine ganz gute Idee, aber vom Stuhl haut das sicher auch keinen. Ich glaube, die deutschen Autohersteller müssen sich vorerst keine Sorgen wegen der amerikanischen Konkurrenz machen.