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Audi
von njco am 13.10.05
Die Fakten
Motor: 3,2 Liter V6-Vierventiler
Max. Leistung: 250 PS bei 6.200/min
Max. Drehmoment: 320 Nm zwischen 2.500/min und 3.000/min
Kraftübertragung: Sechsgangschaltung, allradantrieb quattro
Länge: 4180 mm
Breite: 1840 mm
Höhe: 1350 mm
Radstand: 2470 mm
Beschleunigung: 0 - 100 km/h in 6,0 Sekunden
Vmax: 250 km/h (abgeregelt)
Shoot to thrill. Auf der Tokyo Motor Show 2005 präsentiert Audi mit der Designstudie Shooting Brake Concept die Vision eines kompakten, 250 PS starken Sportcoupés von Morgen. Mit einer markanten Interpretation der aktuellen Audi-Formensprache und technischen Innovationen wie dem adaptiven Dämpfungssystem "Magnetic Ride�', einer Weiterentwicklung des Navigationssystems mit Schrifterkennung und neuen LED-Scheinwerfern repräsentiert das Showcar gleichzeitig auch die neuesten Entwicklungsstand aus Ingolstadt.
Mit dem Audi Shooting Brake Concept präsenitiert die Volkswagen-Tochter in Japan nicht nur einen besonders dynamischen und exklusiven Kompaktwagen im Stil des Audi S3, sondern betritt - nach eigenen Angaben - ein völlig neues Segment. Besonders die Formgebung unterscheidet das flache und kantig-muskulöse Coupé mit der dominanten Heckpartie von seinen Artgenossen. Ganz neu ist die Idee des sportlichen Kombi-Coupés jedoch nicht: Die namensgebende "Shooting Brake�' Karosserieform erlebte bereits in den 60er Jahren einen kurzen Hype, als jagdbegeisterte Briten den Luxus und Stil ihrer Sportcoupés mit dem Gepäckraum eines Kombis verbinden wollten.
Mit dem A3 Sportback hat Audi seit 2004 bereits ein fünftüriges Pendant zum Audi A3 im Programm; das Shooting Brake Concept wird hoffentlich als dreitürige Weiterentwicklung dieser Idee den Weg in die Serie finden. Sicher ist hingegen, das fast alle technischen Innovationen in den kommenden Modellgenerationen aus Ingolstadt zum Einsatz kommen werden.
Schon im Rückspiegel enthüllt der im Farbton "Electric White" lackierte Audi Shooting Brake Concept seinen offensiven Charakter: Die Frontpartie wird von einem markanten Singleframe-Kühlergrill mit verchromten Lamellen dominiert; das Markenemblem mit den vier Ringen sitzt - wie bei der Supercar-Studie Audi Le Mans quattro - oderhalb des Kühlers. Die gewaltigen Lufteinlässe und die böse geschnittenen Klarglasscheinwerfer erinnern an die aktuellen DTM-Rennwagen oder die Audi-Studie RSQ aus dem Hollywood-Spektakel "I, Robot" und betonen zudem die Pfeilung der Front.
In der Seitenansicht kommt die klar definierte Architektur der Karosserieform vor allem durch das Wechselspiel konvexer und konkaver Formen und die Schulter- und Dynamiklinie zur Geltung. Der optische Schwerpunkt des Designkonzepts liegt jedoch in der kraftvollen Heckpartie, die durch den Aufschwung des hinteren Seitenfenster-Abschlusses - ein neues Element im Audi-Formenfundus - und die breite C-Säule besonders betont wird. Das flache Trapez der Heckscheibe und der "runde Karosseriehintern" kontrastieren zur flachen Front und lassen den Shooting Brake geduckt und sprungbereit wirken. Integrierte Endrohre und gewaltige 19-Zoll-Räder, die auf Basis der RS4-Bereifung entstanden sind, unterstreichen den sportlichen Ausdruck der Studie.
Im Innenraum deklarieren die tiefe Sitzposition, die hohe Mittelkonsole mit kurzem Schalthebel, die breite Armauflage in den Türen, das abgeflachte Multifunktionslenkrad im Stil des Lamborghini Gallardo und die klare, großflächige Gliederung der Armaturen die Sportlichkeit ebenfalls als höchste Priorität. Neu ist neben dem Chronographen mit OLED-Monitor für verbesserte Lesbarkeit auch das 3-D-Navigationssystem mit Touch-Screen-Monitor, Schrifterkennung - die eine Eingabe mit PAD-Stift ermöglicht - und "Rallye-Modus", in dem der Bordcomputer besonders anspruchsvolle Strecken anbietet.
Ein weiteres Plus des Shooting Brake Concept ist das ungewöhnliche Platzangebot, denn durch die Heckform und den langen Radstand steht nicht nur mehr Kopf- und Beinfreiheit für die Fondpassagiere, sondern auch im Gepäckraum - je nach Rücklehnenposition - zwischen 255 und 730 Litern Ladevolumen zur Verfügung.
Zwar muss der Audi Shooting Brake Concept auf der Tokyo Motor Show vor allem gut aussehen, doch wenigstens in der Theorie sollte mit dem Showcar einer Automarke mit dem internationalen Slogan "Vorsprung durch Technik" wenigstens theoretisch die Möglichkeit bestehen, spontan den Messehallen zu entfliehen und im Hinterland durch ein paar japanische Kurven zu driften. Für den entsprechenden Antrieb steht ein quer eingebauter V6-Motor mit 250 PS bei 6.200/min und 320 Nm zwischen 2.500 und 3.000 Nm, der bereits in den Modellen A3 und TT erfolgreich eingesetzt wird. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert damit nur sechs Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt.
Die Kraftübertragung erfolgt über eine sportlich eng gestufte und präzise schaltbare Sechsgang-Schaltung, die das Leistungspotenzial über den permanenten Allradantrieb mit hydraulischer Lamellenkupplung variabel auf die Vorder- und Hinterräder verteilt. Neben einem Dynamikfahrwerk für sportlich-agiles Handling ist der Audi Shooting Brake Concept mit Keramikbremsen, einer elektromechanischer Lenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Servounterstützung und dem aktiven Dämpfungssystem "Magnetic Ride" ausgestattet, das in jeder Fahrsituation die perfekte Dämpfungskraft zur Verfügung stellt.
Besonders futuristisch ist das neue LED-Lichtdesign und die dazugehörige, von der Natur inspirierte, bionische Elektronik: Ähnlich wie bei einem geöffneten Pinienzapfen bündeln konzentrisch hintereinander angeordnete Reflektorschalen das Licht je einer Diode zu einem leuchtkräftigen und gleichmäßigen Fahrlicht. Die inneren Scheinwerfer sind dagegen wie Blüten geformt. Bei den Rückleuchten geben die transparenten roten Abdeckungen den Blick auf die LED-Technik frei, deren Licht über eine Doppelkleeblatt-förmige Maske nach hinten abstrahlt.
Quelle: Classic Driver
Permalink: Audi Shooting Brake Concept
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Wong
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Kommentar von:
Kalscheuer
(28.05.06 3:32 Uhr)
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Also der Audi Shooting Brake ist richtig gut gelungen. Bleibt nur noch der Preis abzuwarten...