Auto Shanghai 2009: Neues und neues Altes

22.April.2009 in Aktuell | Kommentare (0)

Die Autoshow in China findet vom 20. bis 28. April statt und gilt als eine der immer wichtigeren Leitmessen der Automobilindustrie weltweit. Vor allem weil China immer noch ein enormer Wachstumsmarkt ist oder um es mal mit den Worten von Peter Schwerdtmann von auto-reporter.net zu zitieren: Hier ist der Markt. Hier erleben die Hersteller selbst in diesen schwierigen Zeiten noch Wachstum, auch wenn das – wie in Deutschland – zur Zeit künstlich hochgehalten wird.

Mit einem kurzen Überblick will ich hier mal die Neuheiten vorstellen.

Zunächst ein Blick auf die deutschen Hersteller. Vor allem mit Premiummodellen wollen Mercedes & Co. punkten. In Shanghai präsentierten die Stuttgarter die aufgefrischte S-Klasse. Ein Video dazu gibt es hier:

Auto Shanghai 2009: Neues und neues Altes
Premiere der neuen S-Klasse in Shanghai. Quelle: Mercedes-Benz passion Blog

BMW zeigte die M-Variante des X6 und den 760 iL. Bei VW gab es neben den bereits seit einigen Jahren auf dem chinesischen Markt verfügbaren Magotan den New Lingyu zu sehen, beide sind hierzulande besser bekannt als Passat. Auch Porsche darf nicht fehlen. Allen voran, der neue Viertürer Panamera, der in Shanghai seine Weltpremiere feierte. Als Stadtflitzer hatte Daimler noch das Smart Cabrio, dass in insgesamt 17 chinesischen Städten zu haben sein wird. Bereits 1000 Vorbestellungen sind bereits eingegangen.

Aber auch die chinesischen Hersteller standen in nichts nach. Leider waren aber wieder einige Plagiate dabei. Fortschrittlich zeigte sich hingegen Brilliance und präsentierte eine Studie für ein Elektroauto. Der Brilliance EV verfügt über 2 Motoren, die insgesamt ca. 30 PS leisten. Bei durchschnittlich 40 km/h soll die Reichweite des Vehikels bei 150 Kilometer liegen, schaltet man den zweiten Motor hinzu sind Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h möglich. Schon Realität ist der BYD e6, ebenfalls ein Elektro MiniVan, der von einem Lithiuminonen-Eisenphosphat-Akku gespeist wird und laut Hersteller 400 km weit kommt und 160 km/h schnell ist.
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Erinnert etwas an den Honda FR-V: das Elektroauto BYD e6

Da auch in China Kleinwagen steuerlich begünstigt werden, stellte der chinesische Hersteller Lifan den 320 vor. Ein Kleinwagen, der dem MINI sehr ähnlich sieht. Auch der Hersteller Chery setzt voll und ganz auf Kleinwagen, so wurde in Shanghai unter anderem der QQ und der Riich M1 vorgestellt.

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Der Riich M1 soll ein hochwertiger Kleinwagen sein. Bild: dasautoblog.com

Der in China sehr erfolgreiche Hersteller Geely stellte allein in Shanghai 22 Modelle und Studien vor. Sogar ein Luxusautomobil wurde präsentiert. Der Geely Englon GE sieht auf den ersten Blick wie ein Rolls Royce Phantom aus. Im Inneren ist alles ganz klassisch für eine Nobelkarosse gehalten: Den Fahrer erwarten helles Leder, Wurzelholzapplikationen, viel Chrom und sehr viel Beinfreiheit.

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Die Rolls-Royce Phantom Kopie Geely GE. Bild: tmn

Mit dem GT Concept bietet Geely auch einen sportlichen Blick in die Zukunft. Die Qualität der Verarbeitung und der Materialien soll laut Geely sehr hochwertig sein. Es ist noch unklar, welche Motorisierung der GT, der später "Tiger" heissen soll, erhalten soll.

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Die chinesische Zukunft der Sportwagen: Der Geely GT. Bild: chinacartimes

Nicht mehr ganz zeitgemäß aber dennoch auf der Autoshow in Peking zu sehen: SUVs. Der größte chinesische Autobauer FAW stellt mit seiner Tochtermarke Hongqi einen SUV namens HQ 300 vor. Angetrieben von einen 3 Liter V6 mit 231 PS wird der SUV für rund 50.000 Euro erhältlich sein.
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Bild: dasautoblog

Auch der Hummer blieb nicht verschont: Dongfeng Motor zeigte den Mengshi, ein Monster-Geländewagen, der übersetzt "tapferer Soldat" heißt.
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Bild: Eugene Hoshiko / AP

Alles in allem gab es doch sehr viel interessantes zu sehen. Man darf gespannt sein, wieviele der in Shanghai vorgestellten Modelle bald auf unseren Straßen zu sehen sein werden – ich vermute mal, dass es nicht sehr viele sein werden.



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