Beschlossene Sache: Neuwagenkäufer werden für ein Jahr von der Kfz-Steuer befreit
Die Bundesregierung greift der angeschlagenen Automobilindustrie unter die Arme: Alle Neuwagenkäufer werden ein Jahr lang von der Kfz-Steuer verschont. Schadstoffarme Fahrzeuge, welche mit Euro-5 und Euro-6 Einstufung, bringen sogar einen zweijährigen Steuervorteil.
Die Regelung ist seit gestern in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2010, danach folgt die Umstellung auf die Co2-basierte Kfz-Steuer. Das Paket kostet den Bund etwa 1,4 Milliarden Euro und ist auch nicht unumstritten. "Die Beträge, um die es da geht, sind nicht verkaufsentscheidend", sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer.
Zudem gab es auch Lob und Kritik vom VDA: "Das heute von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket ist das richtige Signal zum richtigen Zeitpunkt", erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). "Die Absicherung der Mittelstandsfinanzierung, die Investitionsimpulse für den Mittelstand und die Finanzierung dringend notwendiger Verkehrsinvestitionen werden jetzt zu einer Stabilisierung der Konjunktur und zur Sicherung von Beschäftigung am Standort Deutschland beitragen. In Verbindung mit langfristigen Weichenstellungen wie beispielsweise der CO2-orientierten Kfz-Steuerreform können diese Impulse auch zu einer dauerhaften Belebung der konjunkturellen Situation beitragen". Doch auch Wissman drängt auf eine schnelle Einführung der Co2-basierten Steuer: "Unabhängig davon wollen die Kunden Planungssicherheit hinsichtlich der zukünftigen Ausgestaltung der Kfz-Steuer. Zusammen mit den Ländern muss der Bund deshalb mit unverminderter Geschwindigkeit die Umstellung der Kfz-Steuer auf Basis des CO2-Ausstoßes vorantreiben. Das wäre die konsequente Ergänzung und Fortführung der jetzigen Maßnahmen, die die Autokonjunktur dauerhaft stützen könnte".