Der Unterschied zwischen Drive-In und Drive-Thru

19.Juli.2006 in Historisches | Kommentare (0)

Im deutschsprachigen Raum scheint es hin und wieder noch einige Verwirrung bei den Begriffen Drive-In und Drive-Thru zu geben. Hier deshalb eine kurze Erklärung, was ein Drive-In wirklich ist und wie er sich vom Drive-Thru unterscheidet:

Der Unterschied zwischen Drive-In und Drive-Thru

Den Drive-In gab es lange vor dem Drive-Thru. Beim Drive-In-Restaurant fährt man an das Gebäude heran, parkt zwischen den anderen rings ums Gebäude stehenden Autos, kurbelt die Scheibe herunter und wartet bis die bedienung zum Auto kommt und die Bestellung entgegennimmt. Einige Minuten später wird das Bestellte gebracht und in der Regel auf ein Tablett, das am heruntergekurbelten Fenster festgemacht wird, gestellt. Wenn man mit dem Essen fertig ist, wird das leere Tablett abgeholt und man fährt davon.
Der erste Drive-In wurde 1921 in Dallas unter dem Namen Pig Stand eröffnet. Die Firma gleichen Namens, die als erstes Restaurant in Amerika Fried Onion Rings anbot und die heute noch Filialen in Beaumont, San Antonio und Houston betreibt, wuchs schnell und die Idee fand viele Nachahmer. Anfang der 50er Jahre trieb die Drive-In-Kette Sonic den Einsatz von Wechselsprechanlagen voran, über die man das Essen bestellen konnte.

McDonald's hat den Niedergang der Drive-In-Restaurants eingeläutet, als man die Kunden dazu bewegte, sich das Essen selbst vom Gebäude zu holen, statt es sich bringen zu lassen. Überraschenderweise hat die Kundschaft diesen Rückschritt in Sachen Service hingenommen. Der niedrige Preis der Speisen muss wohl eine Rolle gespielt haben. Heutzutage sind Drive-In-Restaurants nur noch selten zu finden.

In der Vergangenheit gab es auch viele Drive-In-Freiluftkinos, in denen man den Film im Auto sitzend anschauen konnte. Das erste dieser Drive-Ins wurde 1933 in Camden, New Jersey, eröffnet. Die Mitte der 50er Jahre bildete mit mehr als dreieinhalbtausend Spielstätten den Höhepunkt dieser Kinos. Heutzutage sind weniger als sechshundert übrig geblieben.

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Beim 1951 von der Kette Jack in the Box eingeführten Drive-Thru wird einem das Essen aus einem Seitenfenster (drive-up window) des Restaurants ins Auto gereicht, nachdem man es zuvor über eine Wechselsprechanlage bestellt hat. Die meisten Fast Food-Restaurants in den USA haben heute diesen Service. Es gibt aber auch viele Banken, Apotheken und andere Geschäfte, die einen Drive-Thru haben. In Las Vegas kann man sogar in einem speziellen Drive-Thru (Little White Wedding Chapel) heiraten. (Quelle: Alltag in Amerika. Ein praktischer Ratgeber für Neuankömmlinge in den USA)



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