Deutsche Autobauer in der Krise – Leipzig kauft Dienstfahrzeuge in Japan
Leipzig hat sich neue Dienstfahrzeuge bestellt – 30 Stück für insgesamt 265.000 Euro. Leider nicht bei einem deutschen Autobauer, sondern in Japan bei Suzuki.
Drohender Kurzarbeit und Entlassungen zum Trotz kauft die Stadt Leipzig ihre Dienstwagen nicht bei deutschen Autobauern, sondern verschickt die Steuergelder ins Ausland. "Die Wagen der Firma Suzuki seien einfach günstiger und umweltfreundlicher als BMW gewesen" verteidigt Stadtsprecher Steffen Jantz den Kauf.
Die blanken Zahlen stehen wieder mal im Vordergrund. Ein besseres Zeichen der Stadt wäre es aber gewesen, den heimischen Markt zu unterstützen.
Wenn einem das Wasser schon bis zum Hals steht soll man auch noch unwirtschaftlich und unökologisch wirtschaften?
Mein Respekt an die Stadt Leipzig das man in dieser schwierigen Zeit einen klaren Kopf behält.
Suzuki hat übrigens seine Europazentrale in Deutschland und bei den Suzuki-Händlern gibt es wohl auch eher deutsche Arbeitnehmer!
Ja das ist eine Sicht der Dinge, die man teilweise nachvollziehen kann. Aber im Fall Leipzig hat man sich sehr darum bemüht ein Autowerk nach Leipzig zu bekommen, eine Region die unter hoher Arbeitslosigkeit leidet. Ein deutscher Autobauer hat, wenn auch sicherlich zu begünstigten Umständen, nun die Produktion nach Leipzig verlegt.
Die Intention meines Artikels war einfach, dass sich die Arbeiter sicherlich etwas “verarscht” fühlen, wo sie nun schon um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Ökologisch und Ökonomisch ist das sicherlich nicht, aber vielleicht ein Zeichen in einer unsicheren Zeit.
Ich kann diese Diskussion überhaupt nicht nachvollziehen? Hat BMW ein vergleichbares Modell im Prgramm? Ich habe großen Respekt vor der Stadt Leipzig für diese Entscheidung. Außerdem halte ich die Formulierung ” Leipzig kauft Autos in Japan” für reine Stimmungsmache: Die Fahrzeuge sind bestimmt nicht in Japan direkt bestellt, sondern beim deutsche Importeur, und der beschäftigt doch deutsche Arbeitnehmer, oder???