Lotus - das steht wohl für die härtesten, lautesten und im Grunde genommen unangenehmsten Rennwagen dieser Welt. Und genau das macht den Reiz eines Lotus aus. Er muss unbequem, hart, zickig sein, eine schwergängige Lenkung haben und bloß keinen Komfort, denn über was sich Kunden eines normalen Neuwagen beschweren würden ist bei einem Lotus nur gewollt. Aber auch Lotus scheint es jetzt mit ihrem neuen Europa S doch etwas mehr Leuten recht machen zu wollen und diesen Denkansatz finde ich gar nicht falsch. Lotus steht für eine lange Tradition und ist für einige eingefleischte Fans Legende. Und natürlich wollen viele dieser Fans auch einen Lotus fahren, was vielleicht auch gar nicht an den finanziellen Mitteln scheitert, zumindest nicht direkt. Das Geld für einen Lotus aufzubringen ist für den ein oder anderen sicher nicht unerreichbar, aber
bis jetzt reichte das nicht aus. Er musste viel mehr Geld haben, brauchte nämlich unbedingt einen Zweitwagen. Mit dem Lotus in die Arbeit? Vor dem Europa S unvorstellbar, und jetzt? Zwar noch unbequem und krass, für Lotus-Freaks allerdings kein Problem mehr. Und das haben sie größer dimensionierten Rädern, weicheren Federn und einem um drei Zentimeter verlängerten Radstand zu verdanken. Danke, Lotus! (via
SpiegelOnline)