Erste Live-Bilder vom Opel Ampera

2.März.2009 in Genfer Auto-Salon | Kommentare (0)

Hat man vor ein paar Jahren noch gerätselt, welche der alternativen Antriebsvarianten sich durchsetzen werden (siehe IAA 2007), kristallisiert sich langsam eine Speerspitze für Vernunft und Nachhaltigkeit des Automobils von morgen heraus: Der Elektroantrieb.

Opel setzt in enger Zusammenarbeit mit seiner Mutter GM als erster Hersteller weltweit auf die Serienreife von massenproduzierten Elektroautos. Basierend auf der Technologie des Chevrolet Volt, zeigen die Rüsselsheimer mit dem Ampera, wie die eingeschlagene und mittlerweile mehrmals prämierte Designsprache weitergeführt und ein Elektroantrieb endlich gesellschaftsfähig gemacht wird. Laut Aussagen der verantwortlichen Ingenieure soll die Plattform des Elektroautos auch ohne weiteres für andere Modellreihen wie den Astra oder Corsa genutzt werden.

Erste Live-Bilder vom Opel Ampera

Nachtrag: Hier noch die Präsentation…

Das "Betanken" soll so einfach wie das Aufladen eines Laptops oder Handys sein: mit einer herkömmlichen 230 V-Steckdose. Zur Unterstützung sorgt ein 1,4 Liter großer Benzinmotor für die nötige Power, sollte der Strom zu Ende gehen. Der Clou: der Motor kann auch mit bis zu 85-prozentiger Beimischung von Bio-Ethanol gefahren werden. Mit dieser Benzinunterstützung schafft der Ampera eine Distanz von 500 km.

Der Ampera ist mit einem Automatik-Getriebe ausgestattet. Dies ist nötig, weil der Elektromotor seine hohe Kraft von rund 13,000 Umdrehungen / Sekunde praktisch ab Leerlauf abgibt. Die daraus resultierende Kraft von 370 Nm ist vergleichbar mit einem Sechszylinder-Diesel mit 200 PS, was wirklich ausreichend ist. In den technischen Daten gibt Opel 160 Elektro-PS an. in Sachen Design ist alles auf Aerodynamik und Effizienz getrimmt: selbst die Felgen haben extra kleine Zwischenräume, was sich auch positiv auf den Luftwiderstand auswirken soll. Übrigens: Bezüglich Schadstoffausstoss soll der Ampera nur 40g CO2 pro Kilometer "auspusten", die wirklichen Spitzenreiter in den Modellpaletten der Autohersteller schaffen gerade mal um die 100g CO2 pro km.

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Auch Christophe von dasautoblog.com hatte sichtlich Spaß

Offiziell wurde auch nach Anfrage seitens von Opel noch überhaupt nichts zum möglichen Verkaufspreis bekannt gegeben. Man verweist zunächst auf die hohen Entwicklungskosten und den "erzieherischen Effekt", den so ein Elektroauto haben wird. Man versuche die im Vergleich zu Benzinern/Diesel viel niedrigeren laufenden Kosten in den Vordergrund zu heben. Folgende Rechnung wird dabei aufgemacht: Um eine Batterie vollständig aufzuladen benötigt man 1,50 € für den Strom (dies geschieht übrigens innerhalb von 2,5 Stunden), mit einer voll aufgeladenen Batterie kommt man 60 km. Kosten pro km = 2,5 Cent. Zum Vergleich: ein wirklich sparsames Auto schluckt momentan 4 Liter Diesel pro 100 km = aktuell kostet ein Liter Diesel 1,14 € im Durchschnitt. Das sind dann 4,5 Cent pro km…

Fotostrecke Opel Ampera:
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