General Motors: Probleme zuhause, Erfolg in China
abgelegt im Archiv General Motors am 08.01.06

Während General Motors im eigenen Land mehr und mehr Marktanteile an Importmarken (allen voran Toyota) verliert, behauptet sich der amerikanische Konzern, zu dem auch Opel gehört, in China als erfolgreichster ausländischer Autohersteller, berichtet die Detroit Free Press. GM verkaufte im vergangenen Jahr 665.390 Fahrzeuge in China, das ist ein anstieg von mehr als 35 Prozent gegenüber 2004. Damit hat GM einen Marktanteil von 11,2 Prozent. Ein ähnliches Wachstum wird auch für die nächsten Jahre erwartet. Es wird angenommen, dass sich China innerhalb von 20 Jahren zum größten Absatzmarkt für Autos entwickeln wird.
Der Erfolg in China ist ein Hoffnungsschimmer für GM. In den USA verkaufte das Unternehmen im letzten Jahr vier Prozent weniger Fahrzeuge als in 2004. Das Unternehmen wird daher ein Dutzend Fabriken schließen und zehntausende Mitarbeiter entlassen. Die erfolgreiche Konkurrenz im eigenen Lande und die steigenden Kosten für die Gesundheitsversorgung sowie für die Renten seiner Mitarbeiter machen dem Konzern schwer zu schaffen. Hin und wieder wird spekuliert, dass GM bald die Marke Buick einstellen wird. Das Durchschnittsalter der Buick-Käufer liegt in den USA bei 68 Jahren.
Aber ausgerechnet Buick ist in China der Eckpfeiler von GMs Erfolg. Der Buick Excelle (Foto) ist mit 105.000 verkauften Fahrzeugen der Bestseller in der chinesischen Produktpalette von GM. Es ist also durchaus möglich, dass Buick in einigen Jahren nur noch in China Neuwagen verkaufen wird. Ein Gedanke, an den man sich in Amerika erst noch gewöhnen muss.

Tags: GM China
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