Hat Magna bei Opel-Übernahme die Nase vorn?
Wie die Financial Times berichtet soll der österreichische Autozulieferer Magna scheinbar verstärkte Rückendeckung aus Berlin erhalten. Die Bundesregierung, allen voran Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) sieht Magna als "ernsthaftere Option als Fiat".
Nach den Gerüchten der letzten Woche war es wahrscheinlich, dass Fiat bei Opel einsteigen wird. Da Fiat aber ein Konkurrent von Opel im Klein- und Mittelklasse-Segment ist, fürchten Opel-Betriebsrat und SPD-Politiker den Verlust von Tausenden Jobs durch die drohenden Schließungen von Werken. "Fiat hat ähnliche Probleme wie Opel, wird ebenfalls Kapazität reduzieren müssen, um zu überleben", sagte Roland Koch dem "Hamburger Abendblatt". So dürften die Karten wieder neu gemischt werden und Magna durchaus gute Chancen auf eine Beteiligung an Opel haben. Gerüchten zufolge ist ein Zusammenschluss von Magna, Opel, dem russischen Nutzfahrzeugehersteller GAZ und der russischen Sberbank im Gespräch. Offizielle Angaben gab es aus Rüsselsheim noch nicht.