iChange: Yes, we can?
Wie wir bereits hier im Autoweblog berichtet haben, kommt aus der Schweiz ein ganz neues Fahrzeugkonzept. "Ich verändere" – das ist der Name und gleichzeitig das Motto des Concept Cars aus dem Hause rinspeed, ein Unternehmen, dass bekannt für Veredelung und Prototypenbau von Automobilen ist.

Der iChange ist wieder ein Zeichen dafür, wie es mittelfristig in Sachen Antriebsvarianten weitergehen wird: Elektroautos scheinen sich wohl für die Thronfolge der Spritschlucker zu etablieren. Unerlässlich dabei scheinen die Faktoren Gewicht, Antrieb und Aerodynamik zu sein: Rinspeed hat hier entsprechend viel Wert darauf gelegt und ein mit ca. 1000 kg Leergewicht sehr leichtes Auto entwickelt. Zusätzliche "Features" wie der von Rinspeed "Heck-Trick" genannte Mechanismus um die Karosserie adaptiv an die Beladung anzupassen, runden das ganze ab. So kann man den iChange immer je nach Platzbedarf "konfigurieren" und auf Knopfdruck aus einem 3-Sitzer einen 1-Sitzer machen. Die Aerodynamik und damit auch den Verbrauch des Autos hat der Fahrer somit selbst in der Hand. Sprich: Wer oft alleine fährt und im "zusammengefalteten Modus" fährt, spart mit dem iChange auf lange Sicht eine menge Geld.
Der Elektromotor liefert eine Leistung von 150kW, die Geschwindigkeiten bis zu 220 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 in etwas mehr als 4 Sekunden möglich machen soll. Wirklich beeindruckend, wenn die Leistung wirklich so abgerufen werden kann und die 3 Lithium-Ionen-Akku-Packs nicht gleich schlapp machen. Zumindest gibt Rinspeed die Reichweite bei vollständig geladenen Akkus mit 90 km an. Es gibt zwar einen Ethanol-85-Tank, dieser bedient aber lediglich die Fahrzeugheizung.

In vielerlei Hinsicht kann man schon sagen, dass Rinspeed-Boss Frank M. Rinderknecht mit seiner visionären Idee das Automobil wirklich neu erfinden will.
"Wenn wir auch in Zukunft unsere individuelle Mobilität erhalten wollen, müssen wir das Auto ohne Rücksicht auf Tabus neu denken – und dabei vor allen Dingen dem ökologischen Aspekt Rechnung tragen." – so verfügt der iChange über keine Türen, das tropfenförmige Dach wird einfach in seiner Gesamtheit nach vorne gehoben – alles voll automatisch, versteht sich.

Auch im Inneren sieht es aus wie im Science-Fiction Film. Minmalistische Formen und natürliche Materialien, die für eine hochwertige und dennoch organische Optik sorgen. Gestartet wird nicht mit einem Zündschlüssel sondern mit dem iPhone, das gleichzeitig auch die Fernsteuerung und Bedieneinheit für die wichtigsten Fahrzeugfunktionen ist. Auch wenn sich das iPhone momentan größter Beliebtheit erfreut, wird man bei Rinspeed hoffentlich nicht nur darauf setzen und die Funktionalität auch durch andere Geräte ermöglichen. Sonst würde die Studie früher oder später zu einem "Apple-Auto" werden.
Des weiteren stehen neben elektronischen Spielereien wie Infotainment- und Audiosystem von Harman, noch ein "umweltschonendes" Navigationssystem zur Verfügung, mit dem man sich die energiefreundlichste Strecke anzeigen lassen kann.
Mitgewirkt an diesem Projekt haben folgende Unternehmen: Esoro (Protoypenentwicklung), AEZ (Leichtmetall-Felgen), Carl F. Bucherer Uhrenmanufaktur, Die Agentur (PR), Eberspächer Gruppe (Heizsysteme), Harmann (Audio- und Infotainmentsysteme), KSG Diamond Group AG, Motorex (Schmiermittel), Pirelli (Reifen), Schoeller (Sitzbezüge und Textilien), Sharp (LCD-Displays), Siemens (
Übrigens unterstützt auch das Schweizerische Bundesamt für Energie das "iChange"-Projekt als wegweisendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Solarzellen an den Dachseiten und -mitte können den "iChange" im Sommer durch einen Ventilator selbstversorgend auf angenehmen Temperaturen halten.
In sonnigen Gefilden finden sich mit den grossflächigen Sharp-Solarpanelen natürliche Ladehilfen.