Iveco Campagnola: Ehrlicher Klotz

Der Nutzfahrzeughersteller Iveco stellt mit dem Campagnola ein wahrhaft außergewöhnliches Auto vor. Nicht nur, dass es sich bei dem Offroader für Iveco untypisch um ein nicht reinrassiges Nutzfahrzeug handelt, es ist dazu auch noch ein Geländewagen ganz alter Schule – und das nicht nur wegen des kantigen und kompromisslosen Designs. Der Iveco Campagnola ist auf einem Kastenrahmen aufgebaut, wird zuschaltbar von allen vier Rädern angetrieben und bietet mittels Blattfedern wohl nur eingeschränkten Komfort. Das macht ihn für mich zuerst vor allen Dingen eines – sympathisch. Dieser Wagen passt eben nicht in die feine, schnicke SUV-Welt – und das will er auch gar nicht. Genauso wenig wie sein Motor: 176 PS leistet dass aus dem Transporter Daily bekannte Turbodiesel-Aggregat aus drei Litern Hubraum und – aufgepasst – vier Zylindern. Das maximale Drehmoment des ungewöhnlich dicken Vierzylinders liegt bei 400 Newtonmeter, der Spritverbrauch bei nicht ganz günstigen 11,1 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer. Dafür macht der robuste Offroader dann aber auch nahezu alles mit – selbst vollbeladen sind Steigungen von 100 Prozent kein Problem. Nur schnell auf der Autobahn fahren empfiehlt sich im Iveco Campagnola nicht wirklich – denn weder ESP noch Airbags gibt es in dem fahrenden Viereck. Dass er dafür nicht das geeignete Fahrzeug ist, zeigt der Iveco Campagnola aber wenigstens mit seinem Design auf den ersten Blick. Seine SUV-Kollegen sind da meist etwas anders ausgelegt – trotz dick auftragender Geländeoptik ist hier bei dem ein oder anderen recht wenig dahinter. (via auto-news.de)