Japans Autofahrer lieben Technik
In einer Megastadt wie Tokio sind Autos ohne Navigationssysteme nahezu undenkbar. In der Millionen-Metropole New York findet man die intelligenten Routenfinder dagegen nur in Fahrzeugen der Ober- und Luxusklasse.
Japan ist in punkto Hightech-Spielereien für alle großen Hersteller der wichtigste Testmarkt. Hier wird die neueste Technik verbaut. Wenn die neuen Systeme im alltäglichen Verkehrschaos von Tokio funktionieren, gibt es auch auf dem mittleren Münchner Ring oder dem Ruhrschnellweg zwischen Dortmund und Duisburg keine unvorhersehbaren Probleme. Der Technikausstattung der Autos kommt die Schlüsselposition zu. Wie werden die Autos bewegt? Schnell oder langsam? Stehen die Fahrzeuge lange im Stau?
Die japanischen Straßen sind seit 1996 mit unzähligen Sensoren versehen, die zum Teil im abstand von 200 bis 500 Metern den Verkehrsfluss messen. Auf den Autobahnen sind es Mikrowellen- in den Städten intelligente Infrarotsysteme. Die Anzeige im Navigationssystem ist daher für europäische Verhältnisse ungewöhnlich genau. Zeigt der Bildschirm an, dass 300 Meter vor der nächsten Ausfahrt ein Stau beginnt, bewahrheitet sich das mit Sicherheit.
Siegeszug des HybridStattdessen hat sich der Hybridantrieb etabliert – mit stark steigender Tendenz. an den Mann gebracht. Auch Autos mit Wasserstoffantrieb sind bereits ein Thema.
Beim Kauf jeden Autos wird zudem direkt eine Recyclinggebühr fällig. Die 20.000 Yen (ca. 160 Euro) vermacht man an den Käufer des Gebrauchtwagens. Die technische Ausstattung ist auch bei den Autoreifen anders. Da die Höchstgeschwindigkeit 100 km/h beträgt, sind die Reifen gerade bis Tempo 130 zugelassen. Durch die eingesetzte weichere Gummimischung verringert sich der durchschnittliche Bremsweg gegenüber einem europäischen High-Speed-Produkt aus 100 km/h um 22 Prozent.