Jungfernfahrt des Forschungsauto F 600 von Mercedes
Peter Weyer, Redakteur beim Stern durfte bei der Jungfernfahrt des Forschungsauto F 600 von Mercedes exklusiv dabei sein.
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Fehlstart? Nach dem Druck auf den Starterknopf rührt sich nichts im wertvollsten Mercedes aller Zeiten. Voll gestopft mit teurer und geheimer Technik von übermorgen bleibt der metallic-graugrüne Vier-türer stumm und störrisch. Okay, ist schließlich ein Mercedes-Prototyp, mühsam per Hand in einer versteckten Turiner Werkhalle zusammengepuzzelt. Vorläufiger Name: F 600 Hygenius. Offenbar zickt das revolutionäre Auto. Kein Motorbrummen, kein Auspuffröhren. Vom Beifahrersitz beobachtet Günter Hölzel die Startversuche. "Läuft schon", sagt schließlich milde lächelnd der Leiter Fahrzeug-Projekte und Engineering bei Daimler-Chrysler.![]()
Zaghafter Tritt aufs Gaspedal. Fast lautlos schiebt ein Elektromotor den Wagen kraftvoll voran. Die nötige Energie liefert unterwegs das bordeigene Kraftwerk. Zutaten: Wasserstoff aus dem Tank und Sauerstoff aus der Luft. In einem kleinen Kasten, der brennstoffzelle unter dem Fahrzeugboden, kommen beide Gase zusammen. Dabei läuft eine chemische Reaktion ab, die Strom liefert. Völlig ohne Schadstoffe. Aus dem Auspuff tröpfelt nur Wasser.![]()