Wenn Kunden ihr Autohaus kaufen

Die wenigsten mittelständischen Autohäuser können
Investitionen in Gebäude, Werkstatttechnik und den Fahrzeughandel heute noch aus Eigenmitteln bestreiten. Dass die Suche nach Kapital nicht immer bei Banken enden muss, zeigt das Beispiel des Autohauses Schmalz in Paderborn. Hier wurden Kunden und Mitarbeiter vor drei Jahren zu Aktionären. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet das Fachmagazin AUTOHAUS über eine Aktiengesellschaft, aus der sich ein lebendiges Netzwerk entwickelt hat.
Andreas Schmalz lässt keine Zweifel aufkommen. Die Beteiligung von Kunden und Mitarbeitern war die beste unternehmerische Entscheidung, die er je getroffen hat. Vorteile ergeben sich für ihn in vielfältiger Hinsicht. So muss der ehemalige Inhaber und heutige Vorstand wichtige Entscheidungen nicht mehr alleine treffen, sondern bindet den Aufsichtsrat mit ein, in dem neben einem Rechtsanwalt auch ein Unternehmensberater vertreten ist.
Geregelt ist für den Alleinstehenden auch die eigene Nachfolge. Falls er als Führungskraft ausfallen sollte, ist es Aufgabe des Aufsichtsrates, einen neuen Vorstand zu finden. Gedanken machen sich die beteiligten Kunden jedoch nicht nur um Personalfragen, sondern auch um die Belebung des Tagesgeschäfts. Kontakte werden vermittelt und das Autohaus somit aktiv weiter empfohlen. Zudem ist unter den Aktionären selbst ein kleines Netzwerk entstanden, über das Geschäfte abgewickelt werden. Auch die Einbindung der Mitarbeiter hat sich für Andreas Schmalz gelohnt. Über Kostenaspekte wird heute in dem Unternehmen ganz anders als früher diskutiert.
Von weiteren Vorteilen, der Entstehungsgeschichte und den notwendigen Faktoren zur erfolgreichen Umsetzung berichtet die aktuelle Ausgabe von AUTOHAUS.
Quelle: AUTOHAUS