Wie geht es weiter in Detroit?

1.April.2009 in Aktuell | Kommentare (0)

Wie geht es weiter in Detroit?

Es geht mittlerweile um 21,6 Milliarden US-Dollar mehr wie ursprünglich veranschlagt…US-Präsident Barack Obama hat nun bekanntlich die Vertreter von General Motors und Chrysler abgewiesen damit sie nun erneut bessere Pläne für die langfristige Überlebensfähigkeit ihrer Automobilkonzerne entwickeln. GM und Chrysler bleiben nun noch 60 bzw. 30 Tage um der Obama-Regierung zu zeigen, dass die beantragten Staatsgelder gerechtfertigt sind. Positive Nachricht für Detroit ist schonmal, dass die US-Regierung der Ernst der Lage erkannt hat und Hilfen angeboten hat. Natürlich immer die drohende Massenarbeitslosigkeit im Hinterkopf…

Die Lage ist ernst und auch die Zukunftsaussichten sind düster: Allein GM plagen ernsthafte Sorgen um zukünftige Pensionsansprüche, die sich für 2013 und 2014 allein auf 6 Milliarden US-Dollar anhäufen – um allein diese Kosten zu decken, müsste GM zusätzlich 900.000 Autos jährlich verkaufen! Nach wie vor wird ein geregelter Bankrott der Autohersteller als Alternative angesehen, der die Zerschlagung und Neugründung der rentabelsten Marken/Geschäftsbereichen nach sich ziehen würde. Unrentable Marken wie Saturn oder hummer stünden demnach zur Disposition und werden über lang oder kurz verkauft. Analytisten der Deutschen Bank glauben, dass die Umstrukturierung von GM unter Abschnitt 363 der US-Konkurs- und Vergleichsordnung erreicht sein könnte, wenn der Konzern tatsächlich "in die guten" und "schlechten" Teile aufgespalten würde.

Chrysler droht ein ähnlicher Gang. Stückweise soll das Unternehmen ausverkauft werden, Gerüchten zufolge sei Fiat als Teilhaber ein Kandidat für eine Aufstockung der Anteile. Dies würde allerdings nur unter Auflagen geschehen.



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